Ursula Geist

Ursula Geist

geb. Nessel
* 14.09.1951 in Hanau
† 31.05.2011 in Frankfurt am Main
Erstellt von Manfred Geist

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Kondolenzen (548)

Sie können das Kondolenzbuch nutzen, um den Angehörigen Ihr Beileid zu bekunden, Ihrer eigenen Trauer Ausdruck zu verleihen oder um dem Verstorbenen einige letzte Worte des Abschieds mitzugeben.

Kondolenz

Der Tod

05.12.2021 um 12:31 Uhr von Manfred Geist

Der Tod steht schon am Orte,

wo sich ein Leben regt.

Der Tod steht an der Pforte,

wo man zu Grabe trägt.

 

Er geht im Leidgefolge

ungesehen mit,

wie er dabei gewesen

im Leben Schritt für Schritt.

 

Zum König wie zum Bettler

sagt er sein letztes Du

und schließt mit stummen Händen

die dunkle Pforte zu.

 

Und geht mit uns nachhause

und isst das Abendbrot

und schweigt und weiß doch alles

der Herr der Welt, der Tod.

 

Matthias Claudius

Kondolenz

Unser Geist ist ein Wesen von ganz unzerstörbarer Natur

28.11.2021 um 10:46 Uhr von Manfred Geist

“Mich lässt der Gedanke an den Tod in völliger Ruhe, denn ich habe die feste Überzeugung, dass unser Geist ein Wesen ist von ganz unzerstörbarer Natur: es ist ein fortwirkendes von Ewigkeit zu Ewigkeit. Es ist der Sonne ähnlich, die bloß unseren irdischen Augen unterzugehen scheint, die aber eigentlich nie untergeht, sondern unaufhörlich fortleuchtet.”

 

Johann Wolfgang von Goethe

Kondolenz

Mein Schmetterling

21.11.2021 um 11:24 Uhr von Manfred Geist

Mein Schmetterling irrt noch in mir,

soviel an Schmerz, ihm ist ganz wirr.

 

Da streift er eine Herzensecke,

wo meine Liebe ich verstecke.

 

Ein’ Flügel taucht er in den Schmerz,

den and’ren in mein liebend’ Herz.

 

Ich hauche ihm noch Sehnsucht ein,

sie weist den Weg und führt ihn heim.

 

Mit allen Farben nun von mir

flattert er fort - und fliegt zu Dir.

 

Alexandra Wirth

Kondolenz

Wo?

14.11.2021 um 10:44 Uhr von Manfred Geist

Wo wird einst des Wandermüden

letzte Ruhestätte sein?

Unter Palmen in dem Süden?

Unter Linden an dem Rhein?

 

Werd’ ich wo in einer Wüste

eingescharrt von fremder Hand?

Oder ruh’ ich an der Küste

eines Meeres in dem Sand?

 

Immerhin mich wird umgeben

Gottes Himmel dort wie hier,

und als Totenlampen schweben

nachts die Sterne über mir.

 

Heinrich Heine

Kondolenz

Aus!

07.11.2021 um 12:35 Uhr von Manfred Geist

Ob jeder Freude seh’ ich schweben

den Geier bald, der sie bedroht.

Was ich geliebt, gesucht im Leben,

es ist verloren, oder tot.

 

Fortriss der Tod in seinem Grimme

von meinem Glück die letzte Spur:

Das Menschenherz hat keine Stimme

im finstern Rate der Natur.

 

Ich will nicht länger töricht haschen

nach trüber Fluten heller Schaum,

hab aus den Augen mir gewaschen

mit Tränen scharf den letzten Traum.

 

Nikolaus Lenau

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