Ursula Geist

Ursula Geist

geb. Nessel
* 14.09.1951 in Hanau
† 31.05.2011 in Hainburg-Hainstadt
Erstellt von Manfred Geist

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Kondolenzen (495)

Sie können das Kondolenzbuch nutzen, um den Angehörigen Ihr Beileid zu bekunden, Ihrer eigenen Trauer Ausdruck zu verleihen oder um dem Verstorbenen einige letzte Worte des Abschieds mitzugeben.

Kondolenz

Ich gehe langsam aus der Welt heraus

22.11.2020 um 12:47 Uhr von Manfred Geist

Ich gehe langsam aus der Welt heraus

in eine Landschaft jenseits aller Ferne,

und was ich war und bin und was ich bleibe,

geht mit mir ohne Ungeduld und Eile

in ein bisher noch nicht betretnes Land.

 

Ich gehe langsam aus der Zeit heraus

in eine Zukunft jenseits aller Sterne,

und was ich war und bin und immer bleiben werde

geht mit mir ohne Ungeduld und Eile

als wär ich nie gewesen oder kaum.

 

Hans Sahl

Kondolenz

Stufen

15.11.2020 um 10:44 Uhr von Manfred Geist

Wie jede Blüte welkt und jede Jugend

dem Alter weicht, blüht jede Lebensstufe,

blüht jede Weisheit auch und jede Tugend

zu ihrer Zeit und darf nicht ewig dauern.

 

Es muss das Herz bei jedem Lebensrufe

bereit zum Abschied sein und Neubeginne,

um sich in Tapferkeit und ohne Trauern

in andre, neue Bindungen zu geben.

 

Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne,

der uns beschützt und der uns hilft, zu Leben.

 

Wir sollten heiter Raum um Raum durchschreiten,

an keinem wie an einer Heimat hängen,

der Weltgeist will nicht fesseln uns und engen,

er will uns Stuf’ um Stufe heben, weiten.

 

Kaum sind wir heimisch einem Lebenskreise

und traulich eingewohnt, so droht Erschlaffen.

Nur wer bereit zu Aufbruch ist und Reise,

mag lähmender Gewohnheit sich entraffen.

 

Es wird vielleicht auch noch die Todesstunde

uns neuen Räumen jung entgegen senden,

des Lebens Ruf an uns wird niemals enden…

Wohlan denn, Herz, nimm Abschied und gesunde!

 

Hermann Hesse

Kondolenz

Unvergänglichkeit

08.11.2020 um 13:54 Uhr von Manfred Geist

Zur Unvergänglichkeit fühlt sich der Mensch berufen,

und so vergänglich doch ist alles, was wir schufen;

Und alles, was wir sind, ist ebenso vergänglich.

 

Doch in uns das Gefühl des Ew’gen unverdränglich.

 

Was ich gestrebt, vollbracht, gefunden und gedacht,

so ewig, wie ich selbst, ist es von Gott gemacht.

 

Mein Leben ist ein Schiff, den Strom hinab getrieben,

dahinter keine Spur im Wasser ist geblieben.

 

Wer nach mir gleitet, weiß nicht, wer voran mir glitt;

Wer nach mir schreitet, fragt nicht, wer voran ihm schritt.

 

Wer nach mir streitet, ahnt nicht, dass ich vor ihm stritt;

Wer nach mir leidet, fühlt nicht, was ich vor ihm litt.

 

Wie seines Lebens Strauch erschüttert mancher Hauch,

ist doch ihm unbewusst darunter meiner auch.

 

Friedrich Rückert

Kondolenz

Sag mir, Tod

01.11.2020 um 14:35 Uhr von Manfred Geist

Sag mir, Tod -

 

wo bringst du sie hin?

- ich wüsst’ es so gern.

 

Ist sie mir dort nah,

oder ist sie mir fern?

 

Weiß sie dort noch,

dass es mich gibt -

 

dass hier jemand ist,

der sie grenzenlos liebt?

 

Bitte trage sie sanft,

gib sie in gute Hände,

 

die sie streicheln wie meine

dort in der Fremde.

 

Unbekannt

Kondolenz

So fern und doch so nah

25.10.2020 um 18:20 Uhr von Manfred Geist

So fern und doch so nah,

wie sich das weite Meer

und der endlose Himmel sind,

wenn sie am Horizont

ineinanderzufließen scheinen,

 

so eng verbunden

und doch so weit entfernt

sind Diesseits und Jenseits,

sichtbare und unsichtbare Welt.

 

So fern und doch so nah

sind die Menschen,

die uns verlassen mussten

und doch immer zu uns gehören.

 

Irmgard Erath

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