Ursula Geist

Ursula Geist

geb. Nessel
* 14.09.1951 in Hanau
† 31.05.2011
Erstellt von Manfred Geist

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Kondolenzen (442)

Sie können das Kondolenzbuch nutzen, um den Angehörigen Ihr Beileid zu bekunden, Ihrer eigenen Trauer Ausdruck zu verleihen oder um dem Verstorbenen einige letzte Worte des Abschieds mitzugeben.

Kondolenz

Im Arm bei Dir

17.11.2019 um 14:34 Uhr

Steht der Tod vor meiner Tür
Bist du dann wohl bei mir?
Ich wär‘ so gerne hier
Im Arm bei Dir!

Du warst mein Leben, mein Glanz und mein Glück.
Zu Dir kam ich stets gern zurück.
Du warst mein Hafen, mein Weg und mein Ziel.
Ich bekenne voller Demut: ich verdank Dir so viel!

Wenn ich dann gehen muss,
Gib mir noch einen Kuss.
Ich wär‘ so gerne hier
Im Arm bei Dir!

Höhen und Tiefen haben uns geeint,
Das Leben hat‘s wohl gut mit mir gemeint.
Kummer und Sorgen hast Du für mich fortgeweht.
Du bist der Mensch, der mich liebt und versteht!

Wenn ich dann von Euch geh‘,
Tut mir der Abschied weh.
Ich blieb so gern noch hier
Im Arm bei Dir!

P. Gremme

Kondolenz

Wenn ich gegangen bin

10.11.2019 um 12:37 Uhr

Wenn ich gegangen bin,
Werd’ ich dir nahe sein
Und oftmals näher noch als je zuvor.

Wenn ich gegangen bin,
Dann bin ich fort und gleichsam hier,
Im fernen Land und doch bei dir.

Ich bin dir nah’,
Wenn du mich brauchst,
Wenn du dich sehnst,
Halt’ ich die Hand.

Wenn ich gegangen bin,
Zählt nicht mehr Raum noch Zeit.
Dann bin ich überall und immerdar.

Ich habe Heimat in der Ewigkeit.
Was unvorstellbar klingt, wird wahr,
Denn er, der das verspricht,
Ist selbst der Raum, die Zeit,
Die Ewigkeit.

In ihm sind wir uns nah,
Wenn ich gegangen bin.

Frank Maibaum

Kondolenz

Das Eisenbahngleichnis

03.11.2019 um 13:25 Uhr

Wir sitzen alle im gleichen Zug
und reisen quer durch die Zeit.
Wir sehen hinaus, wir sahen genug.
Wir fahren alle im gleichen Zug
und keiner weiß wie weit.

Ein Nachbar schläft; ein andrer klagt;
Ein dritter redet viel.
Stationen werden angesagt.
Der Zug, der durch die Jahre jagt,
Kommt niemals an sein Ziel.

Wir packen aus, wir packen ein.
Wir finden keinen Sinn.
Wo werden wir wohl morgen sein?
Der Schaffner schaut zur Tür hierein
Und lächelt vor sich hin.

Auch er weiß nicht, wohin er will.
Er schweigt und geht hinaus.
Da heult die Zugsirene schrill!
Der Zug fährt langsam und hält still.
Die Toten steigen aus.

Ein Kind steigt aus, die Mutter schreit.
Die Toten stehen stumm
Am Bahnsteig der Vergangenheit.
Der Zug fährt weiter, er jagt durch die Zeit,
Und keiner weiß, warum.

Die erste Klasse ist fast leer.
Ein feister Herr sitzt stolz
Im roten Plüsch und atmet schwer.
Er ist allein und spürt das sehr.
Die Mehrheit sitzt auf Holz.

Wir reisen alle im gleichen Zug
Zur Gegenwart in spe.
Wir sehen hinaus. Wir sahen genug.
Wir sitzen alle im gleichen Zug
Und viele im falschen Coupé.


Erich Kästner

Kondolenz

Das Leben

27.10.2019 um 17:56 Uhr von Manfred

Die Wolke sprach zu mir: “Ich vergehe”;
die Nacht sprach: “Ich tauche ein in den feurigen Morgen.”

Der Schmerz sprach: “Ich verharre in tiefem Schweigen als seine Fußspur.”

- “Ich sterbe hinein in die Vollendung”, sprach mein Leben zu mir.

Die Erde sprach: “Mein Licht küsst deine Gedanken jeden Augenblick.”

- “Die Tage vergehen”, sprach die Liebe, “aber ich warte auf dich.”

Der Tod sprach: “Ich fahre das Boot deines Lebens über das Meer.”

Rabindranath Tagore

Kondolenz

Du bist gegangen

20.10.2019 um 13:29 Uhr

Du bist gegangen in den Sternengarten,
Ruhst aus in einem Beet von Licht und Glück,
Nur uns, die stumm vor dessen Toren warten,
Verbrennt der Wunsch, du kämst zu uns zurück.

Doch wenn wir dich geliebt und weiter lieben,
Nicht uns und unser inn’res Sehnen,
Dann fühlen wir: der Ort wo du geblieben,
Ist deine Seligkeit. Grundlos sind uns’re Tränen.

Welf Ortbauer

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